Parodontologie

Die Parodontologie befasst sich mit dem Zahnbett, das jeden Zahn trägt und umgibt. Zum Parodont gehören verschiedene Weich- und Hartgewebe: Wurzelzement und Wurzelhaut, Zahnfachknochen und Zahnfleisch. Entsprechend vielfältig sind parodontale Erkrankungen, die bekanntesten sind Gingivitis und Parodontitis.

Gingivitis bezeichnet Zahnfleischentzündungen, deren Ursache bakterielle Plaque ist. Unbehandelt und bei ungünstigen Bedingungen kann sie sich auf tiefer liegende Strukturen ausdehnen und in eine Parodontitis übergehen. Parodontitis ist ein entzündungsbedingter Zahnbettschwund. Sie baut Knochen ab, verringert den Halt der Zähne im Zahnfach und führt zu tieferen Zahnfleischtaschen. Eine Parodontitis verläuft üblicherweise recht langsam, in schweren Fällen kann sie aber zu Zahnverlust führen.

Ein intaktes Parodont ist für jede weitere zahnmedizinische Therapie daher unabdingbar. Gesunde Zähne bestehen auf einem gesunden Zahnhalteapparat. Füllungen oder Teilprothesen, zahn- oder implantatgetragene Brücken – alle restaurativen Behandlungen verlangen zwingend ein entzündungsfreies Fundament.

Wir beugen vor. Mit der zahnärztlichen Prophylaxe, insbesondere der Parodontalprophylaxe, lindern und verhüten wir Erkrankungen des Zahnhalteapparats. Die fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V, 2016) unterstreicht die Bedeutung der Vorsorge gegenüber Parodontalerkrankungen: Menschen, die regelmäßig zahnärztliche Prävention aufsuchen, haben seltener Parodontitis. Auch sind bei ihnen Parodontalerkrankungen weniger schwer. Neben Kontrolluntersuchungen ist die professionelle Zahnreinigung (PZR) eine seit Jahren bewährte präventive Maßnahme.

Die DMS V in Kurzfassung: Hier geht es zur Website der Bundeszahnärztekammer.

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